Die Sudetendeutsche Landsmannschaft
ist wie in anderen Bundesländern auch und auf Bundesebene als Landesorganisation der bundesweiten SL im Jahre 1952, nachdem es bis dahin in drei Teilgliederungen gab, gegründet worden.
Landesgruppe Baden-Württemberg e.V.
Die Sudetendeutsche Landsmannschaft Landesgruppe Baden-Württemberg e.V.
- ist eine Personenenvereinigung, die allen Sudetendeutschen und anderen Interessierten offensteht,
- ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein mit Sitz in Stuttgart,
- versteht sich als politische Repräsentanz der gesamten sudetendeutschen Volksgruppe, ist daher konfessionell, weltanschaulich und parteipolitisch neutral und unabhängig,
- vertritt die Interessen der Sudetendeutschen insbesondere gegenüber dem Land Baden-Württemberg,
- ist korporatives Mitglied im Landesverband Baden-Württemberg des „Bundes der Vertriebenen" und
im Bundesverband der "Sudetendeutschen Landsmannschaft".
Ziele und Aufgaben der Sudetendeutschen Landsmannschaft in Baden-WürttembergDie Ziele und Aufgaben der Sudetendeutschen Landsmannschaft allgemein wie auch speziell für den Bereich Baden-Württemberg sind beschrieben sowohl in der Satzung der SL als auch in verschiedenen politischen Erklärungen und Resolutionen. Eine Art „Grundgesetz" stellt dabei auch für die Sudetendeutsche Landsmannschaft die „Charta der deutschen Heimatvertriebenen" dar, die im August 1950 in Stuttgart von den Repräsentanten aller deutschen Vertriebenenorganisationen formuliert und beschlossen wurde.
Zusammenfassend können Ziele und Aufgaben der Sudetendeutschen Landsmannschaft folgendermaßen beschrieben werden:Mitwirkung an einer gerechten Völkerordnung Europas.
Dabei setzen wir uns ein:
- für die Zukunft der Sudetendeutschen als lebendige und vielfältige Gemeinschaft auch in den kommenden Generationen
- für die Bewahrung, Pflege und Fortentwicklung unserer reichen Kultur
- für die Erforschung, Dokumentation, wahrheitsgemäße Darstellung und Weitergabe unserer Geschichte – einschließlich der dunklen Abschnitte im Zusammenleben von Deutschen und Tschechen in den Böhmischen Ländern
- für die Anerkennung und – im Rahmen des Möglichen – Heilung des Unrechts, das Deutsche und Tschechen in der Vergangenheit einander zugefügt haben
- für die weltweite Ächtung von Unterdrückung, Diskriminierung Vertreibung sowie Vernichtung von Kulturgütern von Minderheiten, für die Durchsetzung der universalen Menschen- und Grundrechte sowie das Recht aller Völker und Volksgruppen auf Heimat und Selbstbestimmung
Seit der politischen Wende in Europa Ende 1989 ist mit der Aufnahme und Pflege von Kontakten zu tschechischen Institutionen, Organisationen und Einzelpersönlichkeiten besonders in der Landesgruppe Baden-Württemberg der SL ein neuer Aufgaben-Schwerpunkt entstanden. Auch zu den Organisationen der in der Tschechischen Republik verbliebenen Deutschen pflegt die Landesgruppe intensive Beziehungen.